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Programm

09.00

Begrüßung und Intro durch die Workshop-Leitung

09.15 - 09.30

Anna Zagorski, Umweltbundesamt
Nachhaltige Software - Die unumgängliche Revolution in der Softwarewelt für eine nachhaltige digitale Zukunft!"

09.30 - 09.50

Sam Kopp, Jens Schneider, Guido Dartmann and Lars Creutz

An e-marketplace system for efficient, sustainable rural logistics and mobility, based on cyber-physical contracts

10.00 - 10.20

Michael Mohr, Stefan Naumann and Susanne Hartard

Die Ermittlung von Treibhausgas-Emissionen in der Cloud und Integration des Vorgehensmodells ins IT-Management

10.20 - 10.40

Lisa Lill-Kochems

Green Coding für junge Softwareunternehmen: Herausforderungen für Startups im Zeitalter der Digitalisierung und Nachhaltigkeit

11.00 - 11.30 Kaffee

11.30 - 11.45

Ghazal Aakel and Eric Jochum

 MMIGIT: Nachhaltiges Framework für einen nachhaltigen IT-Betrieb

11.45 - 12.05

Florian Schmalriede and Andreas Winter

Local energy demand of functionality distributions

12.10

Abschluss durch die Workshop-Organisatoren

Unmittelbar im Anschluss:

Konstitution der GI-Fachgruppe Umwelt- und Nachhaltigkeitsinformatik

12.30 - 14.00 Mittagspause

 

Thema

Wie selten zuvor wird der Themenkomplex nachhaltige Entwicklung, Klimaschutz, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz zusammenhängend intensiv diskutiert. Nicht zuletzt Schlagzeilen wie „Streamen ist das neue Fliegen“ verdeutlichen, dass Lösungen und Herausforderungen durch In-formations- und Kommunikationstechnik zwei Seiten derselben Medaille sind. Digitalisierung und Nachhaltige Entwicklung sind somit Schüsselherausforderungen des 21. Jahr-hunderts. Ein Schnittpunkt der hieraus resultierenden Forschungsbedarfe ist die Umweltinformatik. Wie werden diese Herausforderungen in der Forschung behandelt? Wie beeinflussen neue Techni-ken und Phänomene wie Internet of Things, CO2-Load, Blockchain, Citizen Science oder auch Künstliche Intelligenz und Deep Learning die Methoden und Anwendungen der Umweltinforma-tik? Sind neue Modelle, Vorgehensweisen, Architekturen und auch Bildungsformate erforderlich? Der Ressourcen- und Energieverbrauch der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) steigt kontinuierlich an. Während die Herstellung, Nutzung und Entsorgung der Hardware-Komponenten für Rechenzentren, Netzwerke und Endgeräte die Ressourcen verbraucht, ist es die Software, die den Bedarf für die Herstellung dieser Komponenten verursacht. Der Energie- und Ressourcenverbrauch der Hardware wird seit vielen Jahren unter dem Begriff Green IT erforscht. Es ist jedoch die Software, die den Verbrauch der Hardware auslöst: Sie aktiviert oder deaktiviert Energiesparmodi, überträgt und speichert große Datenmengen und löst damit Rechenoperationen aus. Daher hat sie einen erheblichen Einfluss auf den Energieverbrauch, die Energieeffizienz und die Nutzungsdauer und damit auf den Energie- und Ressourcenverbrauch der IKT im Allgemeinen. Trotz ihrer großen Bedeutung stecken allgemeine Regelungen oder gar Empfehlungen für nachhaltige Software noch in den Kinderschuhen. Digitale Geschäftsmodelle, die Produktion, der Betrieb und die Entsorgung von Endgeräten, die Komponenten digitaler Infrastrukturen für Rechenzentren und Kommunikationsnetze sowie das rasante Wachstum von Datenverkehr und Rechenzeit - all das führt zu einem immer höheren Energie- und Ressourcenverbrauch. Damit die digitale Transformation ihre Potenziale für den Umwelt-, Klima- und Ressourcenschutz entfalten kann, muss ihr eigener ökologischer Fußabdruck so klein wie möglich sein.

 

Die Beiträge können sich auf folgende Themen konzentrieren, sind aber nicht darauf beschränkt:

Die Beiträge können folgende Themen behandeln, sind aber nicht darauf beschränkt:
- Green Coding Techniken, Methodik, Plattformen und Werkzeuge
- Green Software, Green AI, Green LLM, Green IoT, etc.
- Grüne Plattformen, Frameworks, Algorithmen, Programmiersprachen
- Methoden zur Messung und Analyse des durch Software und Digitale Anwendungen verursachten Energie- und Ressourcenverbrauchs
- Metriken, Indikatoren und Kriterien für ressourcen- und energieeffiziente Software und IKT
- Werkzeuge zur Bewertung der Nachhaltigkeit von Software und AI
- Energiebewusstes Software-Engineering
- Konzepte und Referenzmodelle für grüne Software
- Beispiele für bewährte Verfahren
- Exemplarische Bewertung von Softwareprodukten, einschließlich Open-Source-Produkten
- Transparenz, Autonomie der Nutzer, Unabhängigkeit, Wartbarkeit, Qualität und Lizenzierung als Faktoren für Green Coding
- Green Coding an Universitäten und in der Industrie
- Green Coding in verschiedenen IT-Disziplinen (KI, IoT, verteilte Systeme, mobile Anwendungen usw.).

 

Einreichungen (sind abgeschlossen)

- Beiträge umfassen 8-10 Seiten und sind in deutscher oder englischer Sprache verfasst. Kurzbeiträge (Short Papers) umfassen bis 4-6 Seiten.
- Einreichungen erfolgen über https://easychair.org/conferences/?conf=uinw2024 Es sind die LNI-Formatvorlagen der GI zu verwenden: gi.de/lni
- Die Beiträge werden in der Reihe „Lecture Notes of Informatik“ veröffentlicht. (u. A. indexiert von Web of Science)

 

Termine
25. Mai 2024 (verlängert!) Einreichungsfrist für Paper/Workshop-Beiträge
- 15. Juni 2024 Information über Annahme / Ablehnung der Einreichung
- 25. Juni 2024 Einreichung der ggf. überarbeiteten und druckfähigen Beiträge (Registrierung erforderlich!)
- Workshop am 26. September im Rahmen der Informatik 2024 in Wiesbaden

 

Workshop Chairs

Stefan Naumann, Birkenfeld
Kristina Voigt, Luxembourg
Eva Kern, Lüneburg
Volker Wohlgemuth, Berlin
Grit Behrens, Minden

 

Programmkommitee

Christian Bunse, Stralsund
Achim Guldner, Birkenfeld
Marja Lena Hoffmann, Berlin
Joseph P. De Veaugh-Geiss, Berlin
Andreas Winter, Oldenburg
Anna Zagorski, Berlin
Benno Schmidt, Bochum

With the increase of digitalization and the pervasiveness of information systems, a crime scene is no longer what it used to be with its mix of a location, people, evidence, changes in time, and their virtual counterpart. Including the mainstream use of smart-homes, -infrastructure, -factories, or -cities, investigations and forensic evidence are no longer bound by physics. Evidence can be copied, transferred, and appear in corners of the world, where no-one was looking before. This workshop has the goal of firstly fostering novel, creative, and applied Ideas on how to extract data from information sources, analyze that data, and apply the outcome into a criminal investigation. A second goal is to form a community, interested in appalling their scientific results of computer science, data analytics, and machine learning to cyber forensics.

https://informatik2024.polizeiinformatik.de/

 

Chairs 

Prof. Dr. Dirk Labudde
Hochschule Mittweida

Prof. Dr. Wilfried Honekamp
Deutsche Hochschule der Polizei

Workshop-Programm

9.00 Uhr

Begrüßung durch die Workshop-Organisatoren

9.05 Uhr       

Vortrag „Privacy, Utility, Effort, Transparency and Fairness: Identifying and Swaying Trade-offs in Privacy Preserving Machine Learning through Hybrid Methods“ (Marian Eleks)

9.30 Uhr

Vortrag “Datenschutzrechtliches Risiko – eine Einschätzung betroffener Personen“ (Sarah Stummer)

9.55 Uhr

Kurzvortrag „Brief Comments on Cybersecurity in the Technical and Legal Integration of Artificial Intelligence Products and Services in the Subfield of Dialogue Systems, Considering the Regulatory Proposal of the AI Act“ (Lucas Reckziegel Weschenfelder)

10.10 Uhr

Vortrag „Comparative Study: Legal Framework of Offensive Cybersecurity Research in Denmark and Sweden“ (Maxine Folschweiller)

10.35 Uhr

Kurzvortrag „Der Einsatz von Open Source Intelligence im Darknet – Eine strafrechtliche Bewertung“ (Jessica Kriegel)

10.50 Uhr

Eingeladener Impuls:

Die Relevanz des EU Data Act für die Rechts- und Informatikwissenschaften (Pedro Borges)

11.20 Uhr

Pause

12.00 Uhr

Vortrag „Rechtlicher Schutz in Metaversen“ (Ines Geissler)

12.25 Uhr

Kurzvortrag „Nutzerfreundliche Datenschutzinformationen: Einfluss der gestalterischen Aufbereitung einer Datenschutzinformation auf das Textverständnis“ (Ines Geissler)

12.40 Uhr

Workshopende

 

Chairs

Dr. Annika Selzer
Fraunhofer SIT und ATHENE

Prof. Dr.-Ing. Ingo J. Timm
Universität Trier

Die Umweltinformatik befasst sich interdisziplinär mit der Analyse und Bewertung von Umweltsachverhalten. Aus IT-Sicht spielen dabei beispielsweise Simulationen komplexer Systeme, Geographische Informationssysteme und räumliche Datenanalyse, Messnetze und Sensordatenverarbeitung sowie Fernerkundung und Bildverarbeitung eine große Rolle. Die Umweltinformatik findet ihre wichtigsten Anwendungen in der Wissenschaft, aber auch in der öffentlichen Verwaltung (Natur- und Umweltschutz, Umweltdatenportale, Katastrophenschutz, Verbraucherschutz, Wassermanagement etc.) und in der Wirtschaft (betriebliche Umweltinformationssysteme, nachhaltige Produktion u.a.m). Enge Bezüge und Überlappungen ergeben sich zur Agrar-, zur Hydro-, zur Energieinformatik sowie im Bereich Green IT. Die Umweltinformatik betrachtet i.d.R. sehr komplexe Prozesse in Ökosystemen, deren Verhalten (noch) nicht vollständig bekannt und verstanden ist, deren Verhalten nur approximativ oder vereinfachend modelliert, simuliert oder vorhergesagt werden kann und bei deren Beobachtung häufig relevante Größen unbekannt sind oder nur geschätzt werden können. Zusätzlich müssen bei der Betrachtung von Ökosystemen häufig auch die Einflüsse weiterer hochkomplexer Systeme mit einbezogen werden, z.B. Wetter und Klima. Entscheidungen in Anwendungsfällen (wie z.B. Planungsverfahren, Notfallmanagement, Politikberatung) häufig schwierige Abwägungen und erfordern Fach- und Erfahrungswissen. Die entsprechenden Fragestellungen haben Wechselwirkungen mit hoch aktuellen Themen wie z.B. Klimawandel, Energiewende, Kreislaufwirtschaft oder Biodiversität, aber auch zu großen Technologietrends wie Smart Cities, Smart Agriculture, Smart Mobility oder Smart Grids. Die Anwendungen von Methoden und Technologien der KI drängt sich also auf. Für den Workshop KIUI-2024 laden wir Beiträge aus Forschung, Entwicklung und Anwendung ein, gemeinsam ihre Fragestellungen, Lösungsansätze und Ergebnisse zu intelligenten IT-Ansätzen für Umweltanwendungen zu diskutieren. Aus technischer Sicht beziehen wir die gesamte Breite intelligenter Software-Ansätze mit ein, also aus symbolischer und subsymbolischer KI, intelligenter Datenanalyse, maschinellem Lernen usw. Aus Anwendungssicht laden wir alle Themenfelder der Umweltinformatik sowie angrenzender Gebiete mit hoher Umweltrelevanz ein, wie Green IT, Smart Agriculture usw.

https://www.kiu-workshop.de/

Chairs

Dr. Andreas Abecker
Disy Informationssysteme GmbH

Prof. Dr. Stefan Naumann
Hochschule Trier, Umwelt-Campus Birkenfeld

This is the latest in a series of successful ARDUOUS (Annotation of useR Data for UbiquitOUs Systems) workshops. In this workshop, we will explore key topics surrounding the role of user data, scoring and ground truth data throughout the lifecycle of machine learning and artificial intelligence systems. This is particularly timely in light of the new EU AI Act, which will come into force in the following months and years. The use of user data to explore the efficacy and performance of AI systems is well understood, but as the regulatory landscape takes into account the risks to participants of automated decision-making and data analysis, there is an increasing need to better understand and characterise issues which may affect the fundamental rights of those whose data is processed using these systems. These include but are not limited to characterisation of model bias, robustness, sustainability issues, and detection of security and privacy issues such as malicious training data, data poisoning or leakage of source data. As full-lifecycle monitoring of AI systems becomes a priority for practitioners and system deployers, methods drawn from academic research must be translated into accessible real-world policy and practice. Transparency in AI, too, benefits significantly from the availability of ground truth data that enables us to concretely understand and characterise the performance of automated systems in real-world use cases, and is in scope for this workshop. We will encourage submissions from participants in academia and industry, working in diverse areas of computer science, machine learning, artificial intelligence, data science and engineering, as well as those working in areas in which these methods are widely applied, such as digital health, logistics and the digital humanities, exploring the role of user and ground truth data, from methods of data collection and quality assurance through to the use of this data for exploring and validating machine learning models in the real world. Our expected outcomes are to develop a roadmap via interactive discussion within the workshop, which will be published and subsequently integrated into upcoming and existing research data management and analytics initiatives within and beyond Germany.

https://arduous.eu/

 

Chairs

Prof. Dr. Kristina Yordanova
Universität Greifswald

Dr Emma Tonkin
University of Bristol

Die an I4.0 orientierte Normung drückt sich insbesondere in dem vielteiligen Standard IEC62443 der IEC aus, welche ein Rahmenwerk der industriellen Normung der sog. Operation Technology bildet. Die industrielle Normung beschränkt sich aber nicht nur auf das Rahmenwerk IEC62443, sondern umfaßt horizontale (branchenübergreifende) und vertikale (branchenspezifische) Normen, technische Spezifikation und Berichte aus den Fachbereichen: IT und Cyber Security, Industrielle IoT, Datenräumen, Digitaler Zwilling, Distributed Ledger Technologien, KI, semantische Interoperabilität etc.

 

Chairs

Jan de Meer
smartspacelab.eu GmbH

Dr. Karl Waedt
Framatome GmbH

Recent technological successes of artificial intelligence have become the subject of many discussions. Publicly and often, AI methods are claimed to have a transformative impact on our working world: AI can support routine tasks, help us gather, share and reuse knowledge, analyze complex data patterns highly efficiently and at enormous scale, serve as a smart assistant, discover and prevent failure situations and fraud, etc. This way, AI technology can make an important contribution towards an efficient economy in times of shortage of qualified workforce. Due to the domain-agnostic nature of machine learning, AI affects various sectors, for example IT and engineering, the educational sector, logistics, and health care.

The AI@WORK workshop 2024 brings together AI researchers and practitioners interested in innovative AI applications for working environments across all sectors. This includes, but is not limited to, applications in industrial scenarios (such as smart manufacturing and maintenance) over health care (such as data-driven diagnosis and clinical care) to knowledge-intensive tasks (such as information retrieval and teaching). The workshop will include presentations and a poster session, and offers the opportunity for peer-reviewed publication. We're looking forward to meeting you in Wiesbaden!

https://lavis.cs.hs-rm.de/aiatwork.html

 

Chairs

Prof. Dr. Adrian Ulges
Hochschule RheinMain

Prof. Dr. Dirk Krechel
Hochschule RheinMain

Auf welche gesellschaftlichen Herausforderungen können gemeinwohlorientierte KI-Anwendungen eine Antwort geben? Dieser Frage widmete sich die Initiative Civic Coding auf ihrem InnovationCamp im Februar 2024. 32 Teams aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft entwickelten ihre KI-Ideen , mit denen gesellschaftliche Probleme gelöst werden sollen, und pitchten diese vor einem Expert*innen-Gremium. 15 vielversprechende Ideen werden nun bei der Ausarbeitung hin zu einem funktionsfähigen Prototyp unterstützt.   Doch wo leistet KI bereits jetzt einen konkreten Beitrag zum Gemeinwohl? In welchen Bereichen gibt es noch Ausbaupotenzal? Die Teilnehmenden werden eingeladen, ihre Perspektive auf diese Fragen einzubringen, um so zu einem Gesamtbild über die aktuelle Lage gemeinwohlorientierter KI zu gelangen.

Im zweiten Schritt wird der Blick in die Zukunft gerichtet: Wo können und sollten in der nahen Zukunft Schwerpunkte in der Entwicklung und Anwendung gemeinwohlorientierter KI gelegt werden?

 

Zielgruppe:
Das Format richtet sich an Teilnehmende, die mehr über das Thema gemeinwohlorientierte KI erfahren oder sich selbst aktiv einbringen möchten. Außerdem richtet es sich an zivilgesellschaftlich engagierte Teilnehmende oder Forschende, die zu den vielfältigen Themen des Gemeinwohls und/oder den Auswirkungen von KI-Anwendungen auf das Gemeinwohl arbeiten.  

Ablauf:
Der Workshop ist zweigeteilt. Im ersten Teil wird gemeinsam mit den Teilnehmenden der Status Quo gemeinwohlorientierter KI evaluiert. Im zweiten Teil werden Potenzialfelder diskutiert, in denen das Gemeinwohl durch KI-Anwendungen  gefördert werden kann.

https://www.civic-coding.de/

 

Chairs

Felix von Roesgen
Civic Coding/ ifok GmbH

Noah-Levin Damschke
Civic Coding / ifok GmbH

Digitale Souveränität ist einer der Schlüsselbegriffe im Kontext der Gestaltung von Digitalisierung. Die Bedeutung digitaler Souveränität bleibt jedoch meist abstrakt. Insbesondere zivilgesellschaftliche Akteur*innen sollten in ihrem Engagement für das Gemeinwohl durch und mit KI-Technologien befähigt werden. Dabei stellt sich die Frage: Welche Kompetenzen und Fähigkeiten brauchen Menschen, Unternehmen und Organisationen, um digital souverän agieren zu können? Hier setzt das Format des Sovereignty Slams an. Mitglieder der Civic Coding-Community stellen ihre anwendungsorientieren Ansätze gemeinwohlorientierter KI vor und legen dar, wie sie zu digital souveränem Agieren befähigen und das Gemeinwohl fördern.

Im Anschluss ist das Publikum gefragt: Gemeinsam wird erarbeitet, wie die vorgestellten Ansätze ihre Wirkung weiter entfalten können. Welche nächsten Umsetzungs- und Entwicklungsschritte sehen die Teilnehmenden, bspw. qua ihrer (wissenschaftlichen) Expertise? Welche Ressourcen oder Kooperationsideen können sie ggf. mit einbringen?

 

Zielgruppe:
Das Format adressiert all jene, die KI-Anwendungsideen für mehr Digitale Souveränität der Gesellschaft präsentieren und diskutieren wollen. Im engeren Sinne Expert*innen aus den vielfältigen Anwendungsfeldern, bspw. aus anwendungsorientierter Forschung.

Ablauf:
Die Impulse werden im Vorfeld der Veranstaltung aus der Civic Coding-Community identifiziert und für eine Teilnahme und einen Impuls gewonnen. Der Slam beginnt mit einer Einleitung durch die Moderation. Anschließend werden die anwendungsorientierten Ansätze gemeinwohlorientierter KI in Form eines kurzen Impulses vorgestellt. Zum Abschluss wird in einem interaktiven Workshop-Setting zwischen Impuls-Gebenden und Teilnehmenden diskutiert.

https://www.civic-coding.de/

 

Chairs

Felix von Roesgen
Civic Coding/ ifok GmbH

Noah-Levin Damschke
Civic Coding / ifok GmbH

Wir suchen Studierende und Promovierende im Bereich der Informatik, die bei einem eintägigen Workshop einen Science Slam über ihre Forschungsarbeit entwickeln möchten!

Der Workshop ist Teil des INFORMATIK FESTIVALS, der Jahrestagung der Gesellschaft für Informatik in Wiesbaden. Zehn Teilnehmende haben am Dienstag, den 24. September, die Möglichkeit, mit einem professionellen Coach der Science & Stories GmbH einen unterhaltsamen, einfach verständlichen Slam-Beitrag zu ihrem Forschungsthema zu erarbeiten und diesen dann der Informatik-Community zu präsentieren.

Im Workshop erfahrt ihr alles, was ihr braucht, um eine perfekte Science-Slam-Präsentation zu erarbeiten: Vom Auftakt über den Spannungsbogen bis hin zum Storyboard baut ihr wichtige Präsentationsskills auf, die euch auch im Studium und Job weiterhelfen werden! Ganz nebenbei lernt ihr auch, euer Lampenfieber zu überwinden und euer Publikum für euer Thema zu begeistern.

Wir freuen uns auf eure Bewerbungen!

Einsendeschluss: 15. Juli 2024
Mitteilung über Annahme: 31. Juli 2024

Jetzt bewerben unter: gi.de/science-slam

 

 

Das BMBF-geförderte Projekt Coding Labs befasst sich mit dem Design und der Entwicklung einer browsergestützten Lernplattform für Programmierfähigkeiten, welche für den Schul- und Hochschulkontext entwickelt wurde. Die Coding Labs sind angebunden an die als Nationale Bildungsplattform bekannte „Mein Bildungsraum“ Vernetzungsinfrastruktur und haben zum Ziel, Programmierenlernen als wichtiges „Future Skill“ für die Breite der Bevölkerung zugänglich zu machen. Gerade im Hinblick auf die steigende Relevanz digitaler Fähigkeiten sind Grundkenntnisse der Programmierung zum Verständnis des digitalen Raumes und seiner Gestaltungsmöglichkeiten unerlässlich. Im Designprozess wurden dafür Anforderungserhebungen im Schul- sowie im Hochschulkontext durchgeführt und in einem Prototyp umgesetzt, der aktuell erprobt wird. Im Workshop soll eine kurze Einführung in das anwendungsorientierte Design sowie die Vision der Plattform gegeben werden. Danach wird Coding Labs in seiner aktuellen Version und Funktionsumfang vorgestellt sowie eine Anwendung im Unterricht von den organisatorischen Implikationen bis zum Gestalten der eigenen Inhalte exemplarisch veranschaulicht.

https://codinglabs-projekt.de/

 

Chairs

Leonie Witte
Institut für Angewandte Informatik (InfAI) e. V.

Dr. Joachim Kutzera
Institut für Angewandte Informatik (InfAI) e. V.

Conway´s Game of Life is an interesting game based on a cellular automaton. The rules are easy, but the dynamics are complex. After a short introduction we want to program the Game of Life in Java and Python. There are several possibilities: Java Desktop-App (with Swing), Java Webapp (with Vaadin), Python Desktop-App, Python Webapp (with Django or Flask). Then we want to compare the implementations regarding time needed, lines of code, programming concepts used, beauty of the source code and ease of programming.

 

Chairs

Thorsten Roland
Quantum Coding GmbH

Khaled Saifullah
Quantum Coding GmbH

"D2d", gesprochen "triple-dee", ist eine Formatdefinition nebst -Implementierung, um mit minimaler Ablenkung durch etwaige Technik Texte flüssig schreiben, lesen und editieren zu können, die eins-zu-eins validem XML entsprechen und in solches übersetzt werden. Statt mit ca. 15 Sonderzeichen, wie bei dem technisch bestimmten XML Dateiformat, reichen hier zwei (für Kommando und Kommentar). Folglich können d2d-Texte unabhängig von Softwareprodukten notiert werden (z.B. mit Papier und Bleistift) und sind auch von Menschen gut lesbar und verständlich. Der Hauptanwendungsfall sind Texte in semi-formalen Formaten, wo also natürlichsprachiger Fließtext steht zwischen eingebetteten Referenzen wohldefinierter Syntax einerseits und Formularrubriken andererseits. Beispiele sind Protokolle, Gebrauchsanleitungen, medizinische, technische oder juristische Berichte, technische Dokumentation, Drehbücher, Schnittlisten, Kochrezepte, Tagebücher, Wissensrepräsentation, etc. Zielgruppe sind Autorinnen solcher Texte, die sowohl professionellen Umgang mit Sprache pflegen (und dabei nicht von Menüs, Pop-Up-Fenstern und Assistenten gestört werden möchten), als auch die Randbedingungen von Formalisierung verstehen und bejahen, ohne dafür Experten in Linguistik oder Parsierungstheorie zu sein. Sinn der Verwendung von d2d ist, diesen Textdokumenten unmittelbar der Weiterverarbeitung durch die ganze Welt der XML-Standard-Werkzeuge zu erschließen. Weitergehende politische Strategie ist das "Empowerment" der Autoren, im Gegensatz zum Ausgeliefertsein an undurchschaubare "Wort-Prozessoren". Zur Zeit gibt es Anwendungen in verschiedensten dieser Bereiche. Theorie und Implementerung sind gemeinfrei und quellöffentlich.

http://bandm.eu/d2d

 

 

Chairs

Dr. Markus Lepper

Prof. Dr. José Baltasar Trancón Widemann
semantics gGmbH

Die jüngsten Empfehlungen für Bachelor- und Masterstudiengänge Informatik der Gesellschaft für Informatik (s. https://gi.de/fileadmin/GI/Hauptseite/Aktuelles/Meldungen/2016/GI-Empfehlungen_Bachelor-Master-Informatik2016.pdf) sind nun mehr als sieben Jahre alt. Seitdem hat sich viel verändert, sowohl an den Hochschulen als auch im Berufsleben der Informatiker und Informatikerinnen. Deshalb sollten sie schnellstmöglich erneuert werden. Diese Veranstaltung ist als Workshop im eigentlichen Sinne geplant: Es sollen verschiedene Vorstellungen zusammengetragen werden und ein Konzept für die Neuerstellung der Empfehlungen gemeinsam erarbeitet werden.

Der Workshop wird organisiert von der GI-Fachgruppe Informatik in Studiengängen an Hochschulen (ISH) und ist zugleich Fachgruppentreffen. Er wird vom Fakultätentag Informatik (für Universitäten) und vom Fachbereichstag Informatik (für Hochschulen für Angewandte Wissenschaften) begleitet, die die Empfehlungen mittragen sollen.

Vorgeschlagene Fragestellungen:

- Hat sich die kompetenzorientierte Struktur der Empfehlungen aus dem Jahr 2016 bewährt?

- Welche Rollen sollten Künstliche Intelligenz und insbesondere generative KI-Systeme in der Informatikausbildung haben? Sie werden in verschiedenen Phasen der Softwareerstellung eingesetzt, stellen aber auch selbst Informatiksysteme dar.

- Welche weiteren Themen sind unbedingt zu ergänzen?

- Welche wissenschaftlichen Methoden liegen der Informatik zugrunde? Gehört empirische Forschung, die zum Beispiel im Software Engineering und in der Didaktik der Informatik eingesetzt wird, zu den Grundlagen? Welchen Stellenwert spielen Statistik und ihre Methoden heute, im Angesicht von Data Science?

- Informatik ist selbst interdisziplinär, hat aber auch wichtige Schnittstellen zu anderen Disziplinen. Was muss man in diesem Zusammenhang lernen? Wie geht man zum Beispiel mit Fragestellungen im Bereich Informatik und Gesellschaft um, die gänzlich andere wissenschaftliche Methoden erfordern?

- Welche bislang üblichen Inhalte sind so schnelllebig, dass man über die Lehre einer abstrakteren Sicht nachdenken könnte?

- Welche bislang üblichen Inhalte haben wenig unmittelbare Relevanz für den Informatikberuf, schulen aber Abstraktionsvermögen und formales Denken, und könnten ggfs. durch aktuellere äquivalente Inhalte ersetzt werden?

- Wenn immer wieder Neues zu Inhalten, zu Methoden und zu weiteren Kompetenzen hinzukommt, was kann dann gestrichen werden?

- Sollte aus zukünftigen Empfehlungen ein klares abstraktes Kernprofil des Informatikberufs ersichtlich werden, mit Vertiefungs- und Erweiterungsmöglichkeiten je nach Hochschule und Studiengang?   

Die inhaltliche Arbeit in diesem Workshop basiert auf Impulsvorträgen, in denen Kernvorstellungen für neue Empfehlungen formuliert und vorgeschlagen werden. Gerne können Interessierte Impulsvorträge anmelden bei joerg.desel@fernuni-hagen.de 

Das Ziel des Workshops ist ein produktiver Startschuss für die konkrete Formulierung neuer Empfehlungen, unter Einbindung aller Interessierten und unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Hochschultypen und ihrer existierenden Studiengänge.

 

Chairs

Prof. Dr. Jörg Desel
FernUniversität in Hagen

Data Analytics wird in Wissenschaft und Praxis immer wichtiger. Jedoch sehen sich Organisationen und Unternehmen zunehmend neben den Möglichkeiten auch den Herausforderungen ausgesetzt. Vor allem die Kombination von strukturierten und unstrukturierten Daten, Data Engineering sowie unterschiedlichen Analyseverfahren und Visualisierungsmethoden stellen große Herausforderungen dar. Durch die Nutzung und Analyse der Daten können Prozesse in verschiedenen Bereichen verbessert oder gar neu implementiert werden. Der Workshop soll wissenschaftliche Erkenntnisse der Möglichkeiten und Grenzen aufzeigen und diskutieren, um der Community einen Beitrag für dieses wichtige Thema in Wissenschaft und Praixs zu zeigen.

Website & CfP: https://www.data-analytics-research.de/

 

Chairs

Prof. Dr. Michael Möhring
Hochschule Reutlingen

Prof. Dr. Barbara Keller
DHBW Stuttgart

Angesichts der wachsenden Bedeutung von Daten in allen Branchen ist es unerlässlich, die Lücke zwischen akademischer Forschung und praktischer Anwendung zu schließen, um Erkenntnisse im Rahmen von Data Science Projekten zielgerichtet zu verwenden und die Erfolgsquote von Data Science Projekten zu steigern. Dieser Workshop setzt sich mit der Betrachtung des gesamten Lebenszyklus von Data Science Projekten auseinander, beginnend bei der wissenschaftlichen Konzeption bis hin zur praktischen Anwendung. Dabei sollen nicht nur Datenanalyse und Machine Learning Techniken diskutiert werden, sondern insbesondere auch praxisnahe Problemstellungen und Fallstudien vorgestellt werden, um die Integration von Data Science Lösungen in bestehende Unternehmensprozesse zu beleuchten. Ziel dieses Workshops ist es, einen Einblick in die Konzeption, Planung und Umsetzung von Data Science Projekten zu erhalten und weitere Handlungsempfehlungen zur strukturierten Durchführung abzuleiten. 

Dieser Workshop richtet sich an Forscher*innen, Datenwissenschaftler*innen und Entscheidungsträger*innen im Bereich der Datenanalyse sowie an Fachleute, die einen Einblick in die Umsetzung von Data Science Projekten von der wissenschaftlichen Idee bis zur praktischen Anwendung suchen. 

Die Themen dieses Workshops umfassen alle relevanten Aspekte von Data Science Projekten. Zu den möglichen Themen gehören unter anderem: 

  • Konzepte und Methoden zur Datenerfassung und -sammlung sowie zur Datenqualitätsprüfung und -bereinigung 
  • Feature Engineering: Auswahl und Transformation von Merkmalen zur Verbesserung der Modellleistung 
  • Statistische und algorithmische Methoden sowie Maschinelle Lernverfahren zur Datenanalyse und -exploration 
  • Strategien und Werkzeuge für den Umgang mit großen Datensätzen und verteilten Systemen 
  • Visualisierungstechniken und Präsentationsmethoden zur effektiven Kommunikation von Ergebnissen und Erkenntnissen 
  • Ethik und Datenschutz in Data Science: Herausforderungen und Best Practices im Umgang mit sensiblen Daten und ethischen Überlegungen
  • Anwendungsbeispiele und Fallstudien: Praktische Anwendungen von Data Science in verschiedenen Branchen und Szenarien 

 

Chairs

Prof. Dr. Christian Beecks
FernUniversität in Hagen

Maria Potanin
FernUniversität in Hagen

In Anknüpfung an den erfolgreichen Auftaktworkshop auf der INFORMATIK 2023, möchten wir die überregionale Vernetzung der Data-Science-Initiativen in 2024 weiter vertiefen und unser Netzwerk erweitern. Wir laden Vertreter:innen verschiedener Data-Science-Initiativen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zu einem überregionalen Dialog ein, darunter insbesondere Einrichtungen an Hochschulen wie Data / Digital Science Center. Ebenso sind Initiativen willkommen, die sich mit Data Science in Studium, Lehre oder Weiterbildung befassen, wie die BMBF-geförderten Datenkompetenzzentren, und fachlich passende NFDI-Initiativen.

Ziel des Workshops ist es, eine nachhaltige Vernetzung in der Community zu ermöglichen und den Grundstein für zukünftige Zusammenarbeit zu legen. Er fungiert als überregionales Austauschforum für Aktivitäten, Konzepte, Erfahrungsberichte, Lösungsansätze und Best Practices der unterschiedlichen Initiativen. Gemeinsam möchten wir über die Herausforderungen und Chancen des digitalen Zeitalters diskutieren.

Alle weiteren Informationen zu dem Workshop finden Sie hier:dsc-ub.de/GI-data-science-workshop-2024.php

 

Chairs

Dr. Lena Steinmann
Universität Bremen

Dr. Helen Pfuhl
Christian-Albrechts-Universität Kiel

Tauchen Sie ein in die Welt der digitalen Souveränität und gestalten Sie die Zukunft der Bildung aktiv mit! In diesem Workshop erkunden wir gemeinsam die Fähigkeiten und Möglichkeiten von Individuen und Bildungsinstitutionen, um ihre Rolle in der digitalen Welt selbstständig, selbstbestimmt und sicher auszuüben. Das Ziel des Workshops ist, einen breiten Austausch von existierenden Perspektiven und erfolgreichen Konzepten zu ermöglichen. Themen des Workshops können unter anderem sein: 1. Bildungssektor im Fokus: Eröffnen Sie neue Perspektiven im Bildungssektor, indem Sie die Herausforderungen und Chancen der digitalen Souveränität für Schülerinnen, Schüler und/oder Schulen beleuchten. Von der Vorbereitung der Jugend auf Souveränität in der Nutzung digitaler Medien bis zum selbstbestimmten, reflektierten Umgang mit Anwendungen und Daten. 2. Über Fachgrenzen hinaus: Digitale Souveränität ist nicht nur in der Informatik relevant, sondern ein Querschnittsthema, das alle Bereiche zeitgemäßen Lernens und Lehrens betrifft. Diese interdisziplinäre Perspektive eröffnet innovative Wege für einen ganzheitlichen Ansatz in der Bildung. Wie weit ist die interdisziplinären Anwendbarkeit der digitalen Souveränität? 3. Hochschulen und Weiterbildung: Die Relevanz der Digitalen Souveränität geht auch über den Kontext der schulischen Bildung hinaus. Auch für Hochschulen, Institutionen der informellen Bildung und weitere Bildungsträger ist es von entscheidender Bedeutung. Welche Besonderheiten sind in diesem Kontext zu beachten? 4. OER und Open Source: Open Educational Resources (OER) und Open Source-Technologien knüpfen an die Idee der digitalen Souveränität an. Beide Bereiche bieten die Chance die Bildungslandschaft nachhaltig beeinflussen zu können. Zwischen Medienbildung, lerntechnologischer Forschung und Informatikdidaktik entstehen die vielfältigen Blickwinkel, die bereits in der Dagstuhl-Erklärung und im Frankfurt-Dreieck herausgearbeitet worden sind, aus denen auf die spannenden Herausforderungen, aber auch Möglichkeiten unserer Zeit geblickt werden kann. Im Organisationsteam sind dementsprechend auch die technologische, die gesellschaftlich-kulturelle und die anwendungsorientierte Perspektive abgebildet und alle Beiträge rund um das Lernen in einer digitalen Welt herzlich willkommen.

https://learntech.rwth-aachen.de/cms/LearnTech/Forschung/LTI-Lab/Workshops/~bhakev/INFORMATIK-FESTIVAL-2024-Workshop-Souveraenitae

 

Chairs

Dr. Matthias Ehlenz
RWTH Aachen University

Birte Heinemann
RWTH Aachen University

Prof. Dr. Nadine Bergner
RWTH Aachen, Didaktik der Informatik

Angesichts der zunehmenden Digitalisierung in allen Lebensbereichen, einschließlich des Gesundheitswesens, ist die Frage der digitalen Souveränität und des Datenschutzes dringlicher denn je geworden. Dieser Workshop beleuchtet, wie persönliche Daten, insbesondere Gesundheitsdaten, in digitalen Systemen sicher und souverän verwaltet werden können. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der emotionalen Wahrnehmung von Datenschutz und Privatsphäre, insbesondere bei hilfsbedürftigen Menschen. Der interdisziplinär ausgerichtete Workshop zielt darauf ab, die Beziehungen zwischen digitaler Souveränität, emotionaler Wahrnehmung und Hilfsbeziehungen zu erkunden. Durch die Verbindung von emotionssoziologischen Perspektiven mit Erkenntnissen der Informatik und der philosophischen Ethik bietet der Workshop eine Gelegenheit, das Verständnis von digitaler Souveränität zu vertiefen und zu diskutieren, wie sie technisch erzeugt werden kann. Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden sich konkret mit Hilfebeziehungen im Ehrenamt, in der professionellen Pflege und in der Telemedizin beschäftigen. Der Workshop ermöglicht es, zu erörtern, wie digitale Technologien die Beziehungen zwischen Helfenden und Hilfesuchenden beeinflussen und welche Rolle menschliche Emotionen in diesem Kontext spielen. Der Workshop bietet eine Plattform für den Austausch verschiedener Perspektiven und lädt dazu ein, gemeinsam neue Erkenntnislücken und Forschungsbereiche zu identifizieren. Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden gemeinsam über die Zukunft digitaler Souveränität in Hilfebeziehungen unter Einbezug von Technologieentwicklung nachdenken.

 

Chairs

Prof. Dr. Kim Bräuer
Duale Hochschule Schleswig-Holstein

Prof. Dr. Kerstin Prechel
Duale Hochschule Schleswig-Holstein

Ziel der digitalen Souveränität muss sein, Transparenz in potentielle „Unsouveränität“ durch IT-Risiken zu bringen und diese durch verschiedene Mechanismen zu minimieren.

In diesem Zusammenhang spielt die IT Supply-Chain (Lieferkette) eine große Rolle. Der Resilenzaspekt wird sowohl auf Produktebene als auch auf Supply-Chain-Ebene untersucht.

Hier wird der Status der Digitalen Souveränität eines Cyberphysischen Produkts abgebildet und Auswirkungen von Veränderungen angezeigt. Da der Begriff "Digitale Souveränität" kein definierter Endzustand ist, sondern den Wunsch nach einem selbstbestimmten Handeln im Cyber- und Informationsraum beschreibt, wollen wir mit Hilfe eines Demonstrators das Bewusstsein von Öffentlichkeit und Fachöffentlichkeit für das Thema der "Digitalen Souveränität" senibilisieren und aufzeigen, welche Optionen, speziell von Sicherheitstechnologien bestehen, um die Digitale Souveränität zu erhöhen.

Es wird gezeigt, wie Risiken entlang der Lieferkette bottom-up aufgesammelt und akkumuliert werden, um Entscheidern Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen und die Möglichkeit zu geben, diese zu bewerten und gegeneinander abzuwägen. Dazu werden  Attribute  des cyberphysichen Produktes und seiner Lieferkette identifiziert, die potenziell risikoehaftet sind und zugehörigen Algorithmen, die die Attribute gewichtet akkumulieren. Hierbei werden sowohl die Lieferketten dargestellt, als auch Daten aus SBOM, HBOM, Verträgen, indexierte Vertrauensketten, Know-how und Zertifizierungen verwendet, um Risiken bottom-up aufzusammeln und auf marktübliche Standards abzubilden.

Subjektive Entscheidungen durchlaufen immer einen Prozess, der Mithilfe des Demonstrators einen automatischen Abgleich von neuen Risiken bzw. potentiell risikoverändernden Informationen, wie CVE für Software, Insolvenzmeldungen von Firmen, Verkauf von Firmen, Hardware Hintertüren aufzeigt.

https://www.itwatch.de/

https://www.unibw.de/lions

 

Chairs

Ersin Söbütay
itWatch GmbH

In the pursuit of regaining digital sovereignty, a critical political and societal goal in our contemporary landscape marked by pandemics, geopolitical tensions, and virtual security risks, the nexus of computing education and digital literacy emerges as central. This integrated call for workshops addresses the transformative power of computational methods, including AI, not only in education, but also in society and labor markets. Expanding on skills and qualifications for the design of digitalized futures, this call seeks interdisciplinary insights into computer science, computational studies in the social sciences, economics, and humanities, and the profound impact of computational methods on digital sovereignty, societal structures, and the evolving demands of labor markets.

 

Chairs

Michael Tiemann
Bundesinstitut für Berufsbildung

Dr. Jens Dörpinghaus
Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), Universität Koblenz

Armed conflicts and wars, natural disasters as earth quakes and floods as well as air pollution and the traces of time endanger cultural heritage. While digitalization of cultural heritage cannot preserve it physically, it can leave enough information to prevent its complete loss and is thus an important tool for research and the repair and reconstruction of tangible goods. Advances in computer graphics and rendering as well as virtual and augmented reality do not only improve the quality of the information but increasingly allow people to experience cultural inheritage without the need of physical presence. It thus also allows to transcend time and let people experience place in the past.

With this workshop we cover a broad range of topics and perspectives including contributions from Iraq, Kurdistan-Iraq and Sudan. We hope it will serve as a starting point for further exchange and cooperation.

 

Chairs

Prof. Dr. Christina B. Class
Ernst-Abbe-Hochschule Jena

Prof. Julia Schnitzer
Technische Hochschule Brandenburg

Der Workshop „(Agiles) Enterprise Architecture Management“ wird sich mit Methoden und Modellen des EAM auseinandersetzen, dies auch unter dem Blickwinkel der verschiedenen Themenfelder der INFORMATIK 2024. Gerade im Hinblick auf die Informatik in den Naturwissenschaften ist ein konsistentes und agiles Architekturmanagement eine wichtige Voraussetzung, um flexibel und schnell auf neue Anforderungen sowohl an die Systeme selbst als auch an externe Komponenten (z.B. Industrie 4.0) reagieren zu können.

Der Workshop beleuchtet umfassend das Enterprise Architecture Management (EAM), indem er die IT-, Geschäfts- und finanziellen Aspekte sowie deren Wechselwirkungen betrachtet. Es werden klassische und agile EAM-Frameworks und deren Anwendungen in Wirtschaft und öffentlichem Sektor verglichen, um Veränderungspotenziale aufzuzeigen. Zusätzlich werden agile EAM-Ansätze und die „Agilisierung“ von TOGAF behandelt sowie Methoden zur Einführung von Anwendungssystemen und Referenzarchitekturen für spezifische Industrien vorgestellt. Intelligente Technologien wie Künstliche Intelligenz und Robotic Process Automation werden ebenfalls hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf Architekturen betrachtet.

 

Chairs

Prof. Dr. Christian Czarnecki
FH Aachen

Carsten Brockmann
SAP Deutschland SE & Co. KG

Was für Rückschlüsse erlauben anonyme Chat-Metadaten? In dieser interaktiven Session haben Sie die Möglichkeit, das mit Daten aus Messengern wie WhatsApp oder Instagram selbst herauszufinden. Sie können entweder bereitgestellte Daten erkunden oder im Rahmen einer Studie auch Ihre eigenen (zuvor anonymisierten) Chat-Daten der Forschung für soziale Interaktionsmuster spenden, um personalisierte Einblicke zu erhalten - unter Anderem zu den Fragen "Wann schreiben Sie täglich am meisten?", "Antworten Sie schneller als Ihre Chatpartner?" und "Wer schreibt mehr?". Dafür haben wir das Tool "Dona" zur Anonymisierung, Visualisierung und Spende dieser Daten entwickelt. Die Studie wurde von der Ethikkommission der Universität Bielefeld genehmigt.

https://www.uni-bielefeld.de/fakultaeten/technische-fakultaet/arbeitsgruppen/multimodal-behavior-processing/research/social/

The 2024 GI Quantum Computing Workshop focuses on current developments and innovations in the field and serves as the annual meeting point of the German Quantum Computing community. The organizers encourage submissions including but not limited to Quantum Compute Models, Quantum Algorithms, Quantum Error Correction, Hardware, Platforms and Architectures, Software Stacks and Programming Languages, Quantum Complexity Theory, Quantum Information Theory, Quantum Communication and Cryptography, Quantum AI and Quantum Machine Learning, Quantum Education and (potential) application fields. Further, discussions and submissions on the intersection of quantum computing and digital sovereignty, focusing on the challenges and opportunities arising from quantum advantages, are welcomed. Researchers working on topics as listed above are kindly invited to submit research papers, surveys, tutorials, work-in-progress reports, extended abstracts, etc. This includes new original work but also recent papers published in or submitted to other venues but of interest to the workshop audience. Accordingly, authors can decide whether accepted contributions will be included in the proceedings or not.

https://fg-qc.gi.de/veranstaltung/gi-quantum-computing-workshop-2024

 

Chairs

Daniel Müssig
Fraunhofer IOSB-AST

Prof. Dr. Jörg Lässig
Hochschule Zittau/Görlitz - University of Applied Sciences

The Digital Revolution, Generative AI, and the Internet of Things

The digital landscape has undergone a remarkable surge in the last 3-5 years, characterized by rapid advancements in information and communication technology. The pervasive influence of these technologies extends across scientific, business, and personal spheres has fundamentally reshaped conventional workspaces, leading to novel ways of working and living.

Simultaneously, the interconnectivity of a vast of devices and components, often referred to as the "Internet of Things" (IoT), has become a reality. Current research endeavors focus on creating data spaces that ensure transparency and sovereignty in the collection, processing, and exchange of data.

Artificial intelligence, a field that emerged in the late 1950s, has experienced significant breakthroughs in recent decades. Notably, the boost in generative AI technologies and easy, “human-compatible” interaction methods are significantly changing the way of making use of technology, accessing tools, and interacting with them.

As a result, work practices and results are changing significantly by streamlining many kinds of tasks such as email correspondence and information retrieval from diverse sources. 

This rapid development often leads to fears and uncertainties that arise when trying to keep pace. The sheer volume of technologies might create a sense of helplessness, with individuals and businesses feeling swept away by the technological whirlwind.

Humans in their professional and private lives raise concerns like “Can we grasp, comprehend, and evaluate the implications of these new technologies effectively?”

However, rather than viewing these advancements as threats, it is imperative to identify opportunities and consider how they can be meaningfully applied. Understanding the root cause of skepticism towards technology reveals that it often stems from a lack of comprehension and fear of change.

In our workshop we seek for approaches and realizations that integrate technology thoughtfully and ethically such that they offer improvements in the field of societal challenges, work support, safety, and overall well-being. A balanced approach that considers user perspectives, fosters trust, and prioritizes transparency is pivotal for the successful integration of technology into our rapidly evolving digital landscape.

This workshop in particular aims to bring together perspectives and mindsets from academia, applied research and business professionals from Europe and Japan. Japan is generally perceived as technology friendly and thinking in opportunities, whereas Europe is more reluctant and critically focusing on data and privacy protection as well as regulation when new technologies arise.

We are looking forward to international networking and welcome perspective exchange!

 

Chairs

Dr. René Reiners
Fraunhofer FIT / RWTH Aachen University

Sabine Ganter-Richter
Network for Science / European Japan Experts Association EJEA

Die Digitalisierung sowie ihre Implikationen und Gestaltungspotenziale sind von hoher Relevanz in Diskurs und Praxis der Hochschulentwicklung. Digitale Technologien sind heute Treiber der kollektiven Veränderung. Daraus resultiert zum einen der Bedarf an neuen Methoden, Prozessen, Strukturen und Strategien und zum anderen die steigende Abhängigkeit von Angeboten des Marktes. Im Workshop werden neue Gestaltungsoptionen für die souveräne Hochschule der Zukunft im Zeithorizont von 10 Jahren entwickelt. Die durch konstruktive Forschungsdesigns erarbeiteten Modelle, Methoden oder Prototypen werden sowohl aus theoretischer als auch aus praktischer Sicht diskutiert. Empirische Arbeiten, die relevante Entwicklungen belegen und zu deren Verständnis beitragen, sind ebenso willkommen.

https://www.cs.uni-potsdam.de/hochschule2034/

 

Chairs

Dr. Markus von der Heyde
SemaLogic / vdH-IT

Prof. Dr. Gunnar Auth
Hochschule Meißen (FH) und Fortbildungszentrum

Prof. Dr. Ulrike Lucke
Universität Potsdam, Institut für Informatik & Computational Science

Dr. Armin Gerl
Hochschule München

Im Zeitalter der Digitalen Transformation hat die verlässliche, effektive und effiziente Gestaltung und Steuerung der IT für viele Unternehmen und Organisationen aus verschiedenen Gründen nochmals an Bedeutung gewonnen: Unter anderem gilt es, den Beitrag der IT zum Unternehmenserfolg, zur Veränderung von Geschäftsmodellen und zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit sicherzustellen (Wertbeitrag der IT), regulatorische Anforderungen zu erfüllen (Compliance) und zunehmende Bedrohungen zu managen (Informationssicherheit bzw. Cybersicherheit).

Hinzu kommt die Forderung, die IT an den aktuellen Trends der Gestaltung und Entwicklung komplexer Informations- und IT-Systeme auszurichten und dabei – unter Berücksichtigung von Branchenbesonderheiten, Bedrohungslagen und Regulierungen – neu aufkommende Technologien und Konzepte im Sinne der Unternehmensziele zu nutzen. Methodisch relevant und verbunden mit diesen Aspekten – aber über sie hinausgehend – ist eine informationszentrierte Sichtweise, die nicht die IT als Organisation oder Anwendungen und Technologien in den Mittelpunkt stellt, sondern den Vermögensgegenstand Information. Vor diesem Hintergrund führt insbesondere die Planung, Steuerung und Kontrolle der IT-Organisation und der Systemlandschaft sowie des Zusammenspiels mit den Fachbereichen zu neuen Herausforderungen, welche unter anderem durch eine ganzheitliche Information Governance bzw. IT-Governance und ein strategisches Informationsmanagement adressiert werden.

Beiträge können zu folgenden Themen – jedoch nicht beschränkt auf diese – eingereicht werden:

  • IT-/IS-Strategien und Digitale Transformation
  • Rolle, Aufbau und Entwicklung von Digitalstrategien
  • Herausforderungen für IT-Governance und Informationsmanagement durch Maschinelles Lernen, KI-Anwendungen, KI-Projekte und Initiativen
  • Unternehmensarchitektur bzw. Enterprise Architecture Management
  • Bedeutung von Agilität für die IT-/IS-Strategie
  • DevOps und BizDevOps und ihre Auswirkung auf Informationsmanagement und IT-Governance
  • Governance-Frameworks sowie deren Anwendbarkeit in unterschiedlichen Szenarien
  • IT-Governance und IT-Steuerung im öffentlichen Sektor
  • Governance und Management für Teilbereiche der IT und spezielle Anwendungssysteme (bspw. Governance aus Sicht von Geschäftsprozessen (Process Governance), Governance für Business-Intelligence-Systeme (BI-Governance)),
  • Information Governance und Data Governance, inkl. Datenstrategie und Datensouveränität
  • Anwendungssystem- und Softwarelebenszyklusmanagement
  • Cloud-Governance / Cloud-Strategien
  • Service-Management und Risk-Management
  • Cyber- und Information-Sicherheit als Teil der IT-Governance
  • Security, Privacy & Trust
  • v.a.m.

Den ausführlicheren CfP finden Sie hier:

https://fg-wi-sim.gi.de/

 

Chairs

Prof. Dr. Matthias Goeken
Deutsche Bundesbank (Hochschule)

Prof. Dr. Helmut Beckmann
Hochschu8le Heilbronn

Die öffentliche Verwaltung in Deutschland hinkt in der digitalen Transformation anderen Ländern Europas und international hinterher. Eine zentrale Herausforderung einer gelingenden digitalen Transformation des öffentlichen Sektors sind fehlende IT-Fachkräfte. Informatische und digitale Kompetenzen sind jedoch die zentrale Voraussetzung für eine grundlegende Modernisierung des öffentlichen Sektors. Mit dem eGov-Campus, aber auch weiteren Initiativen wie des Nationalen E-Government Kompetenzzentrums oder des Kommunalcampus entstehen aktuell Angebote für Verwaltungsmitarbeitende und Mitarbeitende im Bereich privater IT-Anbieter, diese fehlenden Kompetenzen breitflächig aufzubauen. Im Rahmen des Workshops werden verschiedene Beiträge den aktuellen Stand sowie aktuelle Angebote für IT-Kompetenzen durchleuchten. Der Workshop „IT-Kompetenzen für die digitale Verwaltung der Zukunft“ hat das Ziel, gemeinsam mit Forscher*innen, Anbieter*innen von Bildungsplattformen und Akteur*innen von öffentlichen Verwaltungen sowie der IT-Wirtschaft den aktuellen Stand der Technik und die Digitalkompetenzen im öffentlichen Sektor in Wissenschaft und Praxis zu durchleuchten. Verschiedene Forschungsansätze aus der Informatik-, IT-Gestaltungs- und Managementsicht sowie aus Bildungssicht, und die inhaltliche und praktische Entwicklung und Ausgestaltung von Digitalkompetenzen in öffentlichen Verwaltungen sollen diskutiert werden.

https://egov-campus.org/informatik2024 

 

Chairs

Vera Spitzer
Universität Koblenz

Univ.-Prof. Dr. Maria A. Wimmer
University Koblenz

Digitale Souveränität hat sich als Schlüsselkonzept in der Debatte um Digitalisierung und digitale Politik etabliert. Dies gilt besonders für Themenfelder wie Infrastruktur, Algorithmen und digitale Bildung. Unter digitaler Souveränität versteht man das Bestreben, autonome und sichere digitale Entscheidungs- und Handlungsfähigkeit für unterschiedliche Stakeholder wie Bürger:innen, Unternehmen, öffentliche Einrichtungen und Staaten zu gewährleisten. Das Hauptziel dabei ist es, die Kompetenzen dieser Gruppen einzubeziehen, um digitale Souveränität mittels ihrer jeweiligen Kenntnisse und Ressourcen zu erreichen. In der Praxis bedeutet das, beispielsweise den Schutz persönlicher Daten zu garantieren, die Kontrolle über Datenspeicherung und -verarbeitung zu ermöglichen und digitale Fähigkeiten zu fördern, damit Menschen die Technologie beherrschen können. Trotzdem gibt es bei der digitalen Souveränität Herausforderungen in der Ausführung. Es mangelt an klaren Implementierungsstrategien, die auf technischen, organisatorischen oder rechtlichen Anforderungen basieren und die den Bedürfnissen der Anwender:innen oft nicht gerecht werden. Software-Dienste sind häufig nicht transparent genug, weil komplexe Erklärungen zur Datenverarbeitung erforderlich sind, oder den Nutzer:innen nur unzureichende Möglichkeiten geboten werden, über die Verwendung ihrer persönlichen Daten zu entscheiden, was eine informierte und wohlüberlegte Entscheidung erschwert. Für die Zukunft muss daher eruiert werden, wie man die komplexen Anforderungen der verschiedenen Interessengruppen in Einklang bringen kann. Digitale Souveränität erfordert neben der Berücksichtigung der spezifischen Kompetenzen und Rollen dieser Gruppen auch eine angemessene Interoperabilität und Standardisierung in der Gestaltung von Technologien, um die individuellen Bedürfnisse adäquat zu berücksichtigen.

https://fb-iug.gi.de/

 

Chairs

Prof. Dr. Karolin Kappler
Katholische Hochschule NRW / Arbeitskreis Nachhaltigkeit in der Gesellschaft für Informatik

Prof. Dr. Claudia Müller-Birn

Mareike Lisker
Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin

Dr. Oliver Vettermann
FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur

Abstract:

Im Fokus des Workshops stehen Vorträge und Austausch zu Karriereberatung, Social Skills und Coaching in der Qualifikationsphase. Zudem wird die Situation der Jungwissenschaftler*innen in der Informatik diskutiert und Maßnahmen zur Stärkung des akademischen Mittelbaus in der Informatik initiiert.

Zielgruppe:

Der Workshop richtet sich in erster Linie an Promovierende und PostDocs in der Informatik. Studierende, die kurz vor dem Abschluss stehen und sich für eine Promotion interessieren, sind aber auch herzlich Willkommen! 

Hybride Teilnahme:

Für die Online-Teilnahme können Sie sich unter dem folgenden Zoom-Link einwählen:
Zoom-Link zur Online-Teilnahme

 

Programm:

9:00 - 9:10 Uhr: Einführung und Vorstellung des GI-Beirats Junge Wissenschaft 

9:10 - 10:50 Uhr: Achtsamkeit und Stressbewältigung (Prof. Dr. Antje Miksch)

Achtsamkeit und damit verbundene Strategien können Stressbewältigung und Gesundheitsförderung unterstützen.

Im Workshop wird der wissenschaftliche Hintergrund erläutert, Methoden der Selbstreflexion durchgeführt und Übungen vorgestellt.

11:00 - 11:30 Uhr: Kaffeepause

11:30 - 11:45 Uhr: Vortrag zu Digitalisierungskollegs des Bidt (Dr. Christina Dieckhoff)

Um junge Studierende frühzeitig und vor einer Entscheidung für eine Karriere in der Wissenschaft oder in der Wirtschaft für Digitalisierungsthemen zu begeistern und zu sensibilisieren, wurde das Format Digitalisierungskolleg entwickelt. In diesem Lehr- und Projektformat geht es v.a. um Interdisziplinarität, um Transfer von Informatik-Themen in andere Fachbereiche. Dies kann ein wesentlicher Baustein im Career Development der Betreuer (Coaches) sein. Durch die Teilnahme sind Studierende aus digitalisierungsfernen Fächern wie z.B. Philosophie im wissenschaftlich und gesellschaftlich relevanten Themenfeld Digitalisierung besser anschlussfähig. Die Folge für alle ist eine bessere Karriereperspektive in der Wissenschaft aber auch in der Wirtschaft/im Beruf: es entwickeln sich in der Praxis spannende Gründungs- und Forschungsthemen, die in mehreren spannenden Projektvorschlägen von Postdocs für eine vierjährige Förderung im bidt Graduate Center für Postdocs gemündet sind.

11:45 - 12:00 Uhr: Ergebnisse der Umfrage des Beirats: "Wie geht es dem akademischen Mittelbau?" 

12:00 - 12:30 Uhr: “Jetzt wird wieder in die Hände gespuckt wir ändern das WissZeitVG” - Gruppendiskussion zu aktuellen Themen und möglichen Lösungen 

Basierend auf dem Positionspapier des Beirats möchten wir mit euch über aktuelle Themen für Jungwissenschaftler*innen in der Informatik diskutieren: z.B. Langfristige Planbarkeit, Dauerstellen für Daueraufgaben, Rechte der Promovierenden, Transparente Karriereperspektiven, Vereinbarkeit von Privatleben und Wissenschaftlicher Karriere 

12:30 Uhr: Ende des Workshops

 

Chairs

Dr. Marc Ohm
Fraunhofer FKIE

Johannes Wagner
Stadtwerke Düsseldorf AG

Im letzten Jahr haben wir im Rahmen des Kolloquiums "Landwirtschaft der Zukunft: Ist KI ein wesentlicher Schlüssel zur nachhaltigeren Landwirtschaft (KoLaZ-23)?" auf der Informatik 2023 untersucht, wie die Nutzung von KI dazu beiträgt, den vielfältigen Herausforderungen in der Landwirtschaft, der Lebensmittelkette und dem ländlichen Raum zu begegnen. Der Workshop 2024 fokussiert auf die Fragestellungen, was Digitale Souveränität für die Nahrungsmittelproduktion bedeutet und wie Technologien der Künstlichen Intelligenz hier in der Praxis unterstützen können, aber auch welche (neue) Risiken und Herausforderungen ihr Einsatz generell, aber auch in bestehenden Prozessen haben kann. KoLaZ-24 bietet die Möglichkeit eigene Forschungsarbeiten vorzustellen, die vorher von unserem Programmkomitee begutachtet und ausgewählt werden. Der Workshop wird durch das vom BMEL geförderte Vernetzungs- und Transfervorhaben X-KIT, das eine Reihe von Projekten zur Entwicklung von Anwendungen der Künstlichen Intelligenz begleitet, organisiert. Wir laden neben diesen Projekten selbstverständlich alle Forschenden und Interessierten ein am KoLaZ-24 teilzunehmen und freuen uns auf interessante Einreichungen.

Hier geht es zum Programm:

www.iese.fraunhofer.de/content/dam/iese/dokumente/veranstaltungen/kolaz-24-programm.pdf   

 

Chairs

M.Sc. Gesa Götte
Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung

Jens Henningsen
Fraunhofer IESE

Dr. Esther Mietzsch
KTBL e.V.

Die moderne statistikbasierte Künstliche Intelligenz hat in den letzten Jahren vor allem im Bereich der "generativen KI" aufsehenerregende Erfolge feiern können. Allerdings liegen diesen Anwendungen oft "foundational models" zu Grunde, die von amerikanischen Firmen und dem chinesischen Staat kontrolliert werden. In der Zwischenzeit ist zudem die Frage aufgetreten, ob diese Modelle unerlaubterweise urheberrechtlich geschützte Daten vom Internet abgegriffen haben. Für die digitale Souveränität Deutschlands erscheint es fundamental, eigene "foundationale models" zur Verfügung stehen zu haben. In Anbetracht der benötigten Ressourcen ist das aber ohne Zweifel nur als gesamteuropäisches (EU) Projekt realisierbar. Gleichzeitig gilt es aber den besonderen europäischen Standards in Bezug auf Privatsphärenschutz, aber eben auch Urheberrecht, gerecht zu werden. Auf diesem Workshop sollen die konzeptionellen Fragen, die sich aus den Anforderungen an ein europäischen Wertvorstellungen gerecht werdenden "foundational models" ergeben, diskutiert werden. Das schließt auch die gesellschaftliche und politischen Herausforderungen mit ein.

https://uni-tuebingen.de/de/212620

 

Chairs

Prof. Dr. Reinhard Kahle
Universität Tübingen, Carl Friedrich von Weizsäcker-Zentrum

Prof. Dr. Klaus Mainzer
Technische Universität München

Der Workshop „Künstliche Intelligenz im Mittelstand“ hat das Ziel, Forschende und Anwender*innen von KI-Ansätzen zusammenzubringen, den Wissenstransfer zwischen beiden Gruppen sowie der einzelnen Gruppen untereinander zu ermöglichen und KI in KMU greifbarer zu machen. Dabei adressiert der Workshop zwei Schwerpunkte: Einerseits sollen Forschungsansätze präsentiert werden, die einen starken Bezug zu den Herausforderungen haben, die sich im Bereich KI in KMU ergeben oder sich mit leichtgewichtigen KI-Anwendungen, die sich einfach und ohne großen Aufwand bei KMU integrieren lassen, beschäftigen. Andererseits können aber auch erfolgreich abgeschlossene oder laufende Pilotprojekte vorgestellt werden, die einen ersten Einblick in die Wirkung von KI in der Praxis geben und aufzeigen, welche Herausforderungen sich bei der Umsetzung von KI ergeben.

 

Aktuelle Informationen und das komplette Programm finden Sie unter https://kikmu-workshop.de/


'Der Workshop wird in diesem Jahr von einem breiten Konsortium getragen, deren Partner ihre jeweiligen Netzwerke zur Beteiligung am Workshop einbringen werden:

o Forschungszentrum Informatik, Karlsruhe (Dipl. Inf. Natalja Kleiner, Benjamin Çoban)
o Hochschule Bielefeld (Prof. Bäumer, Prof. Brandt-Pook)
o Transferzentrum für Digitalisierung, Analytics & Data Science Ulm (Prof. von Schwerin)
o Netzwerk für angewandte KI an der HTWK Leipzig (Prof. Jäkel)
o Zentrum für künstliche Intelligenz Mecklenburg-Vorpommern, Uni Rostock (Emil Löffler)
o Technologietransferzentrum Digitale Intelligenz Oberfranken, TH Nürnberg (Prof. Bockle

 

Chairs

Benjamin Çoban
FZI Forschungszentrum Informatik

Prof. Dr. Hans Brandt-Pook
Hochschule Bielefeld

Die digitale Abhängigkeit Deutschlands und Europas hat ein besorgniserregendes Ausmaß erreicht mit konkreten Gefahren für unsere Wirtschaft und für unsere politische Selbstbestimmung. Es droht die digitale Kolonie. Auf den Punkt gebracht: Ohne Digitale Souveränität keine Zukunft unserer Gesellschaft!
Die Session behandelt die Leitfrage des INFORMATIK FESTIVALS 2024Was kann die Informatik zur Stärkung der Digitalen Souveränität beitragen?

ONLINE-TEILNAHME ist möglich mit Einwahllinkhttps://meet.gwdg.de/b/jul-yil-yvo-nqx

PROGRAMM

09:00-09:20 UHR: Begrüßung                                                                                                      

Prof. Dr. Harald Wehnes, Universität Würzburg, Sprecher des GI-Präsidiumsarbeitskreises „Digitale Souveränität“
Prof. Dr. Manfred Broy, TU München (vor. per Video)

09:20-11:00 UHR: KEYNOTES - aus Wissenschaft, Wirtschaft, Gesellschaft und Politik
09:20: Prof. Dr. Martin Andree, Universität Köln; Buchautor: „BigTech muss weg!“: Holt Euch das Netz zurück!
09:40: Prof. Dr. Dieter Kugelmann, Landesbeauftragter für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Rheinland-Pfalz: Selbstbehauptung der Einzelnen in der digitalen Welt
10:00: Peter Ganten, Vorsitzender der Open Source Business Alliance (OSBA) – Bundesverband für digitale Souveränität e.V.: Konsequenzen digitaler Souveränität und wie wir sie erreichen
10:20: Dr. Hans-Joachim PoppBwConsulting, Stellvertretender Vorsitzender des Präsidiums von VOICE - Bundesverband der IT-Anwender e.V.:Schlangenöl soweit das Auge reicht – Narrative im Softwaremarkt
10:40: Dr. h.c. Thomas Sattelberger, Parlamentarischer Staatssekretär a.D. (BMBF); Buchautor: „Radikal neu: Gegen Mittelmaß und Abstieg in Politik und Wirtschaft“: Technologische Souveränität: Schimäre oder Realismus deutscher Politik, Wissenschaft und Wirtschaft

11:00-11:30 UHR: Kaffeepause / Networking

11:30-12:30 UHR: PODIUMSDISKUSSION

Was kann die Informatik zur Stärkung der Digitalen Souveränität beitragen?

Teilnehmer: Keynote Speaker plus Teilnehmer aus dem Publikum (Fishbowl)

Moderation: Prof. Dr. Harald Wehnes, Institut für Informatik der Universität Würzburg, Sprecher des GI-Präsidiumsarbeitskreises „Digitale Souveränität“.

AUSBLICK auf die Nachmittagssession

In der Session am Nachmittag wird im Rahmen eines Open Space Workshops ein Aktionsplan "Digitale Souveränität - MACHEN!“ erstellt.

Zielgruppe

Informatiker, Naturwissenschaftler, Juristen, Philosophen, Soziologen, Wirtschaftswissenschaftler, Forscher, Politiker, Bürger etc., insbesondere Verantwortliche von Unternehmen und Organisationen

Organisatoren der Session: GI-Arbeitskreise „Open Source Software“ und „Digitale Souveränität“

Wer im AK „Open Source Software“ mitarbeiten möchte, wende sich bitte per Mail an: Julian.Kunkel@gwdg.de.

Wer im Präsidiumsarbeitskreis „Digitale Souveränität“ mitarbeiten möchte, wende sich bitte per Mail an: wehnes@informatik.uni-wuerzburg.de.

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Erstkontakt: Wehnes@informatik.uni-wuerzburg.de

Zweitkontakt Julian.Kunkel@gwdg.de

Sprache: Deutsch

 

Chairs

Prof. Dr. Julian Kunkel
GWDG

Prof. Dr. Harald Wehnes
Institut für Informatik, Universität Würzburg

As they are promising to reduce modeling and computational effort in the long run, Machine Learning methods get increasingly into the focus of physics and engineering. They are e. g. used to accelerate atomistic simulations, to represent macroscopic and homogenized material behavior based on microstructure information as a generalized approach and to facilitate multi-physics simulations of structures. A major current challenge is to make these methods robust, efficient and reliable for a broad range of application cases so that they can used without case-specific adaptations that would require detailed knowledge of the use-case and the ML model itself. Improvements in this area will give researchers from neighbored fields the opportunity to use these models independently and counters the still poor availability of public implementations of conventional models.

The workshop shall present examples for current approaches to this challenge, discuss impacts on efficiency and robustness in detail and to serve as an exchange platform between the domains of science, engineering and computer sciences and for best practice solutions.

 

Chairs

Philip Loche

Stefan Hildebrand
TU Berlin

Die Entwicklung innovativer (technologischer) Angebote befindet sich gegenwärtig in einem „kollektiven Umdenken“, das die nachhaltige Gestaltung von Produkten und Dienstleistungen von ihrer Entwicklung über den Betrieb bis zu Nachnutzung und Recycling fokussiert. IT nimmt hier eine vermittelnde Rolle zwischen Unternehmen und ihren Kund*innen ein, indem Produkte zunehmend befähigt werden, Anforderungen automatisch zu erkennen, sich zu adaptieren und so den Ressourceneinsatz passgenau auf situative Bedürfnisse zuzuschneiden. Fortgeschrittene Anwendungen greifen hierfür auf Daten und weitere Ressourcen aus ihrem gesamten Wertschöpfungssystem zurück, wodurch zunehmend unternehmensübergreife Leistungsbündel entstehen. NaWerSys möchte die Nachhaltigkeitspotenziale aufgreifen und Beiträge zu Werkzeugen und Methoden für die Konstruktion und Verwaltung von Wertschöpfungssystemen, Entstehung neuer (digitaler) Geschäftsmodelle sowie Best Practices aus Forschung und Praxis diskutieren.

https://www.tu-braunschweig.de/wi-dde/community/track-nawersys

 

Chairs

Dr. Thorsten Schoormann
TU Braunschweig, Inst. f. Wirtschaftsinformatik, Data-Driven Enterprise | Fraunhofer ISST

Dr.-Ing. Paul Christoph Gembarski
Leibniz Universität Hannover, Institut für Produktentwicklung und Gerätebau

Forschungsdatenmanagement (FDM) umfasst die Prozesse der Transformation, Selektion und Speicherung von Forschungsdaten mit dem gemeinsamen Ziel, diese langfristig und personenunabhängig zugänglich, nachnutzbar und nachprüfbar zu halten. Grundlage eines nachhaltigen Forschungsdatenmanegments sind die FAIR-Prinzipien, nach denen Daten und zugehörige Metadaten so aufbereitet und gespeichert werden, dass sie von anderen nachgenutzt werden können.

FAIR steht für Findable (Auffindbar), Accessible (Zugänglich), Interoperable (Interoperabel), Reusable (Wiederverwendbar). Die FAIR-Prinzipien richten sich sowohl auf die Datenhaltung selbst als auch auf Infrastrukturen und Services. Datenmanagement wiederum definiert den gesamten Lebenszyklus von Daten als Werte von ihrer ursprünglichen Erstellung bis zu einem finalen "Ruhezustand". Die grundlegenden Konzepte der Informations- und Datenverarbeitung sowie des Datenmanagement entstammen der Informatik. Gleichzeitig ist die Frage nach dem adäquaten Umgang mit Forschungsdaten in der Informatik Gegenstand aktueller Forschung und Entwicklung.

Im Rahmen der Initiative zum Aufbau einer Nationalen Forschungsdateninfrastruktur arbeiten aktuell 26 Konsortien daran, das FDM in den verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen zu professionalisieren: von Kultur-, über Sozial-, Geistes- und Ingenieurwissenschaften bis hin zu Lebens- und Naturwissenschaften – und der Informatik. Darüber hinaus werden in Deutschland und Europa zahlreiche Datenkompetenzzentren aufgebaut und verschiedene Länderinitiativen bündeln bundeslandspezifische Aktivitäten.

In diesem Fachsymposium tauschen sich diese vielfältigen FDM-Initiativen und -Projekte aus und gehen Frage nach wie: Welche informatischen Konzepte können für den Aufbau einer Nationalen Forschungsdateninfrastruktur genutzt werden? Welchen Beitrag kann die Informatik leisten? Und wo müssen in der Informatik noch Entwicklungen angestoßen werden?

Open Source kann die digitale Souveränität steigern - aber sollte Software immer Open Source sein oder gibt es auch Gründe dafür den Quellcode geschlossen zu halten? Je nachdem welche Rolle eine Person einnimmt werden die Antworten auf diese Frage stark variieren. Um das Verständnis für andere Perspektiven zu fördern und so den Weg zu gemeinsamen Lösungen zu ebenen, wollen wir dieses Thema ganzheitlich betrachten und uns vorurteilsfrei in Rollenspielen erarbeiten. Angelehnt an die positive Kultur in Debattierklubs bieten wir vorbereitete Szenarien an in welchen Teilnehmende in kleinen Gruppen vorgefertigte Rollen einnehmen, um dann verschiedene Fragestellungen (Szenarien) zu diskutieren. Die Rolle eines Teilnehmers muss dabei nicht unbedingt dessen tatsächlicher Meinung entsprechen und fördert dadurch die mentale Flexibilität der Teilnehmenden, sowie das Verständnis für den Themenkomplex und die verschiedenen Akteure von Entwickler, Querdenker, Nutzenden über Vertrieb und Geschäftsführung. In Plenumsdiskussionen werden die Erkenntnisse zusammengetragen.

https://ak-oss.gi.de/veranstaltung/information/open-source-blickwinkel-eine-gemeinsame-debatte

 

Chairs

Prof. Dr. Harald Wehnes
Institut für Informatik, Universität Würzburg

Prof. Dr. Julian Kunkel
GWDG

Die fortschreitende Entwicklung von Quantencomputern lässt praktische Auswirkungen auf die IT-Sicherheit immer wahrscheinlicher erscheinen. So ist es eine etablierte Arbeitshypothese im Kontext hochsicherer Anwendungen, dass Anfang der 2030er Jahre ein entsprechend leistungsfähiger Quantencomputer existiert, der gängige kryptographische Verfahren, wie z.B. RSA 2048, brechen kann. Die Herausforderung ist nun, Quantencomputer-resistente (kurz "quantenresistente" oder “post-quantum”) Verfahren rechtzeitig in die Praxis zu überführen. In dem Workshop sollen aktuelle Entwicklungen auf dem Gebiet im Rahmen eingeladener Vorträge vorgestellt und aktuelle, praxisrelevante Ergebnisse von Teilnehmern präsentiert werden.

 

Chairs

Prof. Dr. Daniel Loebenberger
Fraunhofer-Institut AISEC

Prof. Dr. Juliane Krämer

Dr. Marc Stöttinger
Hochschule RheinMain

Open Source Projekte im Umfeld der Endanwender fußten in der Vergangenheit vor allem auf freier, selbstorganisierter Zusammenarbeit von Enthusiasten und „Nerds“ („Meritokratie“). Hoher persönlicher Einsatz und schwach strukturierte „Schwarmintelligenz“ führte zu erstaunlicher funktionaler Vollständigkeit und Stabilität, in den meisten Fällen aber nicht zu einer „Produktisierung“ im Sinne einer großflächig und „off-the-shelf“ von Endanwender nutzbaren Softwareplattform. Insbesondere erst langfristig erkennbare Designfehler machen häufig grundsätzliche Überarbeitungen notwendig. Attribute des modernen Software Engineerings wie Versionskompatibilität, Updatefähigkeit im laufenden Betrieb, Sicherheit und Stabilität, eingebaute Betriebs- und Monitoring-Funktionen, Handbücher usw. spielten eine untergeordnete Rolle, da Endanwender häufig eigenes Wissen einbringen und so die Lücken ausgleichen konnte. Mit steigender Bedeutung der Softwaresysteme für Geschäftsprozesse bei gleichzeitig hoher Abhängigkeit der Anwenderunternehmen und sinkender Qualität der Systeme bzgl. Zuverlässigkeit und Cyber-Resilienz bietet sich Open Source Software als Lösungsansatz für disruptive Veränderungen der aus Kundensicht unbefriedigenden Marktsituation an. Hierzu muss aber die Entwicklung der betreffenden Softwareplattformen auf professionelle Füße gestellt werden. Dies betrifft in erster Linie die langfristige Aufrechterhaltung und Maintenance eines Projektes, die Qualität und gezielte Steuerung der Architektur sowie das für jedes Release erreichte Qualitätsniveau des Software Kodes auch in den „lästigen Randbereichen“ wie Aufwärts- und Abwärtskompatibilität oder der Toolbasis für die Betreiber. Der Workshop hat zum Ziel, mögliche Organisationsformen herauszuarbeiten, die geeignet sind, die obigen Eigenschaften von OSS zu erreichen und gleichzeitig für eine langfristige und kontinuierliche Verfügbarkeit für Anwenderunternehmen zu gewährleisten. Dazu könnten schon gelungene erfolgreiche Implementierungen einzelner Aspekte als motivierende Beispiele dienen. Als Muster für professionalisierte und dennoch nicht-kommerzielle Organisationen könnten die bisher schon existierender genossenschaftlich organisierter IT-Serviceeinrichtungen des ÖD dienen.

 

Chairs

Christian Wilke
BwConsulting GmbH, Inhouseberatung der Bundeswehr

Dr. Hans-Joachim Popp
BwConsulting, Inhouseberatung der Bundeswehr

Fällt leider aus.

QUADRIGA, das neue Berlin-Brandenburgische Datenkompetenzzentrum für Digital Humanities, Verwaltungswissenschaft, Informatik und Informationswissenschaft, verfolgt das Ziel, praxisnahe und wissenschaftlich fundierte Lehrmaterialien für den souveränen Umgang mit Daten im Forschungsalltag zu entwickeln. Dabei stehen die Datentypen Text, Tabelle und bewegtes Bild im Mittelpunkt. Die Gesellschaft für Informatik e.V. unterstützt das Projekt als Verbundpartner und evaluiert mit der Informatik-Community regelmäßig die neuen Bildungsangebote. 

Lust, die Datenkompetenz-Angebote von QUADRIGA auszuprobieren und die Datenkompetenzen von morgen mitzugestalten?

Im Workshop "QUADRIGA - Datenkompetenzen für die Wissenschaft" werden Sie zum Datenkompetenz-Pionier und lernen als Erste*r die neuen digitalen Lernangebote kennen. In kompakter Runde können Sie zudem mit den Teilnehmenden und dem QUADRIGA-Team grundlegend zu aktuellen Entwicklungen und Bedarfen im Bereich Data Literacy sprechen.

 

Chair

Maria Chlastak
Gesellschaft für Informatik e.V.

Circular Economy umfasst nach der EU-Definition alle Phasen der Wertschöpfung: Von der Produktgestaltung und Produktion bis hin zu Verbrauch, Reparatur, Abfallbewirtschaftung und sekundären Rohstoffen, die in die Wirtschaft zurückgeführt werden. Für die Umsetzung der zirkulären Strategien wird auf der Deep-Tech-Seite ein "Virtuelles Engineering" benötigt:

"Mit digitalen Lösungen lassen sich komplexe multi-kriterielle Konstruktionsaufgaben und Optimierungsprobleme mit dem Ziel optimaler Ressourcenschonung lösen und ein virtuelles Engineering für die nachgelagerten R-Strategien von Beginn an mitdenken. So wird [...] eine ganzheitliche, vorausschauende Simulation der wirtschaftlichen und ökologischen Performance von zirkulären Lösungen über den gesamten Lebenszyklus möglich."
Quelle: Entwurf der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie vom 17.06.2024, S.56, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz

 

Welchen Beitrag kann das moderne Quantencomputing für das Virtuelle Engineering oder die Umsetzung der neun R-Strategien leisten?

  1. Refuse: Reduktion von Rohstoffen, Vermeidung von Abfall durch ressourcenschonende Produktionsprozesse
  2. Rethink: Reverse Logistics und Materialinnovationen
  3. Reduce: Erhöhung der Effizienz durch den geringeren Verbrauch von Ressourcen, Materialien und Energie
  4. Reuse: Wiederverwendung von Produkten oder Produktteilen
  5. Repair: Reparatur oder Wiederinstandsetzung
  6. Refurbish: Rückgewinnung von Materialien
  7. Remanufacture: Aufarbeitung eines Produkts mit Gebrauchtteilen und Neukomponenten
  8. Repurpose: Entnahme von Produkten und Komponenten für neue Wertschöpfung und neue Funktionen
  9. Recycle: Rückgewinnung von Materialien

Dieser Workshop ist ein Spinn-Off der interdisziplinären Fachtagung "Fast Forward Future - Chancen und Herausforderungen des hybriden Quantencomputings für eine optimierte Transformation hin zu regenerativen Wirtschaftsmodellen und Closed Circular Loops" am 1. + 2.10.2024 in Tübingen.

https://uni-tuebingen.de/forschung/zentren-und-institute/carl-friedrich-von-weizsaecker-zentrum/news-und-events/interdisziplinaere-fachtagung-fast-forward-future/

Informationen im mobil first design zu "Fast Forward Future" unter:

https://www.ki-kompetenzseminar.de

 

Chairs

Prof. Dr. Reinhard Kahle
Universität Tübingen, Carl Friedrich von Weizsäcker-Zentrum

Annette Anna Hoffmann
Future Leadership Skills

Für zivilgesellschaftliche Organisationen wie Vereine ist das Aufsetzen und Betreiben von Large Language Models meist zu aufwändig und zu teuer. Dabei könnten sie damit viel Gutes bewirken! In diesem Workshop wollen wir gemeinsam nach Alternativen suchen, um das Potenzial von KI für das Gemeinwohl zu heben. Dabei setzen wir auf Retrieval Augmented Generation (RAG): eine Möglichkeit, maßgeschneiderte KI-Lösungen auch zivilgesellschaftlichen Organisationen zugänglich zu machen. 

Der Hands-on-Workshop verbindet den Aufbau neuer informatischer Kompetenzen mit der Entwicklung eines Prototypen für die Arbeit des Vereins ‚Politik zum Anfassen‘. Er richtet sich an alle, die Interesse haben, in die Arbeit mit RAG-Systemen und das Thema ‚KI für das Gemeinwohl‘ einzusteigen.

Ablauf: 

Nach einer kurzen Einführung ins Thema liegt der Fokus auf dem Ausprobieren von RAG-Tools. Der Verein ‚Politik zum Anfassen‘ stellt uns seine Daten bereit, mit denen wir prototypisch eine oder mehrere RAG-Anwendungen bauen können, die der Verein weiterentwickeln und für seine interne Arbeit nutzen kann.

Der Workshop wird durchgeführt vom Civic Data Lab: Das Verbundprojekt der GI zusammen mit dem Deutschen Caritasverband und CorrelAid wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

 

Chair

Nora Perseke
Gesellschaft für Informatik

 

Zu den Grundvoraussetzungen der digitalen Souveränität (Leitthema von Informatik 2024) gehört ein moderner Datenschutz, der technikangemessen ist und die freie Entfaltung von Menschen unterstützt. Dieser Workshop bringt Informatiker und Juristen und sonstige Interessierte zusammen, die an Fragestellungen des technikbasierten Datenschutzes arbeiten. Es werden Themen adressiert, die anwendungsorientiertes Potential für interdisziplinären Diskurs und Zusammenarbeit bieten und die Möglichkeiten aufzeigen, wie Datenschutz durch Technik präzisiert und umgesetzt werden kann. Der Workshop, der zum elften Mal im Rahmen der GI-Jahrestagung stattfindet, setzt an den theoretischen und praktischen Aspekten des Schutzes von Daten und Privatheit und der EU-Datenschutzgrundverordnung an. Besondere Herausforderungen sehen wir u.a. in Fragen wie - Digitale Souveränität an der Schnittstelle von Technik und Recht - Modellierungen datenschutzkonformer Technikgestaltung - Entwicklungen im Privacy by Design und Privacy by Default - Risiken durch und Lösungsansätze mithilfe von Methoden der künstlichen Intelligenz - Privacy-Risikoanalysen - Deepfakes (falsche, aber täuschend echt wirkende Bilder/Videos/Audios) - Dark Patterns (manipulative Designs zur Hergabe privater Daten) - Datenschutzgerechte Nutzung von Mobilitätsdaten, z.B. im öffentlichen Nahverkehr, in der Gesundheitsversorgung und in der Straßenverkehrssteuerung Die Themen werden durch ausgewiesene Experten präsentiert, wobei wir genügend Zeit für ausführliche Diskussionen miteinander einrichten.

https://www.uni-saarland.de/lehrstuhl/sorge/forschung/workshopskonferenzen/recht-und-technik-2024.html

 

Chairs

Prof. Dr. Christoph Sorge
Universität des Saarlandes

Prof. Dr. Rüdiger Grimm
Uni Koblenz und Fraunhofer SIT

Chairs

Jonas Thelemann
maevsi

Thomas Kublick
Junge GI | Workshop Chair

In diesem Tutorial werden Methoden und Werkzeuge (Python) zum Hosten von LLMs vorgestellt. Es wird einen Überblick über den typischen Anwendungsfall von LLMs (wie Retreival Augmented Generation) geben.

 

Chairs

Dr. Julien Siebert
Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE

Thorsten Honroth
Fraunhofer IESE

Die Herausforderungen des zukünftigen Wohnens im Jahr 2034 sind vielfältig und komplex. Die Ziele sind klar definiert: Selbstbestimmtes, gesundes Leben und Wohnen, die Vermeidung von Vereinsamung und die Stärkung von individuellen Kompetenzen. Die zentrale Fragestellung in diesem Kontext lautet: Wie kann Technologie diese Ziele unterstützen?

Dieser Workshop hat das Ziel, verschiedene Konzepte, Umsetzungen, Erfahrungen und Methoden im Bereich der Digitalisierung im Wohnumfeld zu vorzustellen und zu diskutieren (Smart Living). Insbesondere werden wir uns auf die Aspekte Ausprägung des Wohnraums (Smart Home), Vernetzung des Wohnumfelds (Digitale Quartiersplattformen) und die Förderung eines gesunden Lebens (Digital Health Konzepte im Quartier) konzentrieren. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Stärkung der Digital (Health) Literacy und der Ausrichtung der Digitalisierung auf und mit den Menschen selbst (soziale Digitalisierung).

Wir diskutieren, welche Technologien und Konzepte dazu beitragen können, das Zusammenwirken von Menschen und Technologien unter Berücksichtigung der digitalen Souveränität zu verbessern. Wir werden mit den Beitragenden erfolgreiche Konzepte und Implementierungen analysieren, darunter beispielsweise Smart-Home-Ausstattungen, innovative soziale Vernetzungs- und Teilhabekonzepte und die Schaffung von Möglichkeiten für die (medizinische) Versorgung im Quartier.

Des Weiteren werden wir uns mit den Herausforderungen, Chancen und Rahmenbedingungen in diesem Bereich auseinandersetzen und erörtern, welche Methoden zur Anforderungserhebung und Erprobung in Reallaboren geeignet sind, um innovative Ansätze in die Praxis umzusetzen. Wir werden die Frage diskutieren, wie viel Technik tatsächlich notwendig ist und wo die Grenzen zwischen "notwendig" und "nice-to-have" liegen, um den Menschen in den Mittelpunkt der Digitalisierung im Wohnumfeld zu stellen.

Dieser Workshop bietet eine Plattform für den Austausch von Ideen, Erfahrungen und Best Practices, um gemeinsam Lösungen zu entwickeln, die das Wohnen im Jahr 2034 nachhaltig und sozial digital gestalten. Wir laden Forscher*innen, Entwickler*innen, Experten*innen und Interessierte herzlich ein, an dieser Diskussion teilzunehmen und einen Beitrag zur Gestaltung der Zukunft des Wohnens zu leisten.

 

Chairs

Prof. Dr.-Ing. Christian Erfurth
Ernst-Abbe-Hochschule Jena

Steffen Späthe
Navimatix GmbH

Per Drag & Drop neue Wege zum Einstieg in die IT-Welt entdecken. Die einfache Programmieroberfläche bei MakeCode ermöglicht, spielerisch programmieren zu lernen. Das hat die Hacker School in vielen Kursen gezeigt und damit tausende von Kindern und Jugendlichen, sowohl in Schulen, als auch in der Freizeit fürs Coden begeistert. Erlebe in diesem Workshop, wie einfach es ist, mit Block-Programmiersprachen Spiele zu entwickeln und welche Möglichkeiten dies bietet, Neulinge mit Spaß für die IT zu begeistern. #hacktheworldabetterplace

https://hacker-school.de

 

Chairs

Matthias Feldmann
Hacker School gGmbH

Dr. Julia Freudenberg
Hacker School gGmbH

Nur Open-Source garantiert digitale Souveränität durch Interoperabilität, Transparenz und Unabhängigkeit von Ansprüchen Dritter und damit von wirtschaftlicher oder politischer Einflussnahme. Durch Einsatz des modularen Sovereign Cloud Stacks (SCS) können Cloud-Betreiber moderne Infrastructure-as-a-Service und Container-as-a-Service Lösungen bereitstellen, welche vollständig mit der Europäische Datenschutz-Grundverordnung im Einklang stehen und Unabhängigkeit von Softwareanbietern sicherstellt. Dabei setzt SCS bewährte und existierende Open-Source-Komponenten ein, wie zum Beispiel Kubernetes, standardisiert die Nutzungsschnittstellen, und erweitert sie, wo erforderlich. Dies ermöglicht föderierte Cloud-Dienste, d.h. Unternehmen können verteilte Cloud-Dienste über verschiedene SCS-Betreiber hinweg nutzen.

Vom komplett autarken Betrieb bis zum Full-Service-Management haben europäische Firmen damit 100%-ige Entscheidungsfreiheit und vermeiden problematische Abhängigkeiten von Anbietern aus anderen Rechtsräumen. Durch das Weitergeben und Dokumentieren von bewährten Praktiken zum Betrieb solcher Cloudumgebungen wird die Schwierigkeit, Clouddienste mit hoher Qualität zu liefern deutlich reduziert.

In diesem Workshop stellen wir das Projekt "Sovereign Cloud Stack" sowie die SCS-Standards vor. In einer folgenden Hands-On-Session können Teilnehmende den Einsatz von SCS selbst ausprobieren. Hierfür demonstrieren wir das Setup von Kubernetes-basierten Cluster Stacks und zeigen, wie eine Container-Anwendung darauf deployed wird.

Hilfreiche Links

 

Chairs

Dominik Pataky
Open Source Business Alliance - Bundesverband für digitale Souveränität e.V.

Dr. Manuela Urban
Open Source Business Alliance - Bundesverband für digitale Souveränität e.V.

Im Rahmen des INFORMATIK FESTIVAL 2024 laden wir alle Fellows und Junior-Fellows ein ausführlich über ihre aktuellen Aktivitäten und den derzeitigen Stand ihrer Projekte zu berichten. Diese Berichte umfassen eine Vielzahl von Themenbereichen, die sowohl theoretische als auch praktische Aspekte ihrer Forschung und Arbeit veranschaulichen. In ungezwungener Atmosphäre haben wir die Möglichkeit zum Austausch und lockeren Kennenlernen. 

Ein zentraler Bestandteil des Treffens ist außerdem die Identifizierung und erste Erörterung spannender Themen, die von den Fellows und Junior-Fellows künftig beachtet und vorangetrieben werden sollten.  

Darüber hinaus diente die Zusammenkunft der Vorbereitung des Austausch-Treffens zwischen Fellows und Junior-Fellows, das Anfang 2025 stattfinden wird. Ziel ist es, den kontinuierlichen Dialog zwischen den Fellows und Junior-Fellows zu stärken und gemeinsame Projekte zu initiieren, die einen nachhaltigen Beitrag zur wissenschaftlichen und beruflichen Entwicklung aller Beteiligten leisten.

 

Chair

Stefan Hildebrand
TU Berlin

Im Rahmen des BMBF-geförderten Forschungsprojektes “VE-Collab: Virtual Exchange Collaboration” entsteht eine kollaborative Assistenzplattform, die Lehrende bei der Anbahnung und Planung von sog. “Virtual Exchanges (VEs)” unterstützen soll. VEs sind flexible Lernszenarien, die virtuelle Mobilität mit mediengestütztem, kollaborativen Arbeiten verbinden und so niedrigschwellig nationale und internationale Vernetzung, sowie interkulturelle Verständigung ermöglichen. Dieses Konzept ist bisher im Bildungswesen noch nicht weit verbreitet, was vor allem in fehlenden Kenntnissen zur didaktisch-methodischen Umsetzung und organisatorischem Planungsaufwand begründet liegt. VE-Collab setzt an dieser Problemstellung an, indem das Konzept durch Lehrmaterialien und Community-basierter Vernetzung vermittelt und der Planungsprozess durch einen interaktiven Planungsassistenten erleichtert wird. Im Workshop soll es zunächst für alle Teilnehmenden eine Einführung in das Konzept VE geben, um die nötigen fachlichen Kenntnisse in groben Zügen zu vermitteln. Begleitend dazu können die Teilnehmenden die interaktiven Lehrmaterialien der VE-Collab Plattform individuell nutzen. Anschließend wird die VE-Collab Plattform in ihrem restlichen Funktionsumfang vorgestellt und dabei der Planungsassistent besonders beleuchtet, mit dem die Teilnehmenden hands-on ihren eigenen VE exemplarisch planen können. Dies ermöglicht ihnen einen Einblick in das didaktische Konzept und organisatorische Vorgehen. Am Ende des Workshops sollen die Teilnehmenden in der Lage sein, künftig VEs in ihren eigenen Lehrveranstaltungen einsetzen zu können und diese mittels der VE-Collab Plattform zu planen.

https://project.ve-collab.org/

 

Chairs

Mihaela Markovic
Universität Leipzig

Die Bedeutung von Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) für Informatik wird insbesondere dadurch deutlich, dass ca. 50% aller Informatik-Studierenden an HAW eingeschrieben sind. Dabei tragen HAW immer mehr auch zu Promotionen in der Informatik bei, insbesondere nachdem ein eigenständiges Promotionsrecht für HAW an einigen Bundesländern bereits erfolgreich eingeführt ist und weitere Bundesländer eine solche Einführung planen. Durch die Verfügbarkeit von hochqualifiziertem Personal in der Informatik ergeben sich neue Chancen als auch neue Impulse für die angewandte Forschung in der Informatik. In welchem Umfang Informatik von dieser Entwicklung profitiert, hängt nicht zuletzt von der Ausgestaltung der Promotionsprogramme und entsprechender Einrichtungen wie Promotionszentren oder Promotionskollegs ab. Aufgrund der Neuartigkeit des eigenständigen Promotionsrechts von HAW ergeben sich hochaktuelle Fragestellungen. Bisherige Erfahrungen sollen in Vorträgen vorgestellt werden und bilden einen wesentlichen Bestandteil dieses Workshops. Hierbei sollen verschiedene Perspektiven eingenommen werden wie die von Promotionszentren und ihren Akteuren sowie von Politik und Unternehmen. Im Rahmen einer Panel-Diskussion unter Einbeziehung des Publikums sollen Perspektiven, Herausforderungen und sich neu stellende Fragen diskutiert werden. Neben den Charakteristika einer Promotion im Fach Informatik an einer HAW sind dies beispielsweise das Qualifikationsprofil von Promovierten und ihre Karriereperspektiven, eine Kooperation mit externen Anwendungspartnern, die zu Grunde liegende Organisationsstruktur von Promotionszentren und von -programmen etc. Ziel des Workshops ist es, unterschiedliche Akteure zu einem Austausch zusammen zu bringen, verschiedene Sichten zu beleuchten und zusammenzuführen, um die Informatik mit mehr eigenem wissenschaftlichem Nachwuchs voranzubringen.

 

Chairs

Prof. Dr. Ralf Dörner
HS RheinMain

Prof. Dr. Thomas Barton
Hochschule Worms

Seit dem Aufkommen von Augmented-Reality-Technologien in den 1990-er Jahren gehört deren Einsatz im Bereich der Vermittlung von kulturellem Erbe vor Ort zu den denkbaren Anwendungsgebieten, die lange Zeit prototypisch in Projekten erforscht wurden. Fortschritte in der intelligenten Umgebungserkennung realer Kontexte, der animierten Visualisierung immer komplexerer Daten sowie im Bereich der intuitiven Mensch-Computer-Interaktion führen dazu, dass Museen zunehmend diese Ansätze aus der Informatik in ihren täglichen Betrieb aufnehmen möchten. Dabei bleiben offene Fragestellungen in den Bereichen Museumspädagogik/Präsentation, Individualisierung/Kopräsenz von Besuchenden, Authoring von Exponaten, und einiges mehr zu diskutieren. Der Workshop ruft zu Beiträgen auf, den Stand der Technik aktueller Forschung in den Bereichen standortbasierter XR, Metaverse und KI zu präsentieren und ihre Anwendbarkeit, eventuelle Hürden und Chancen für Museen zu diskutieren.

 

Chairs

Prof. Dr. Ulrike Spierling
Hochschule RheinMain

Prof. Dr. Ralf Dörner
HS RheinMain